Donnerstag, 3. April 2008

Forscher belegen Endorphin-Hypothese



Joggen macht high - und schmerzfrei



04.03.08 - Ausdauerndes Joggen hebt die Stimmung. Verantwortlich dafür wird die Endorphin-Ausschüttung im Gehirn gemacht - der Beweis konnte bislang allerdings nicht erbracht werden. Nun gelang es Forschern der Technischen Universität München und der Universität Bonn erstmals, mit Hilfe von bildgebenden Verfahren nachzuweisen, dass Joggen wirklich «high» macht.

Langestreckenläufe führen zu erhöhter Endorphin-Ausschüttung unter anderem im orbifrontalen Kortex.


Die Forscher untersuchten zehn Athleten jeweils vor und nach einem zweistündigen Langstreckenlauf mit Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Sie setzten dazu die radioaktive Substanz [18F]Diprenorphine ([18F]FDPN) ein, die im Gehirn an Opiat-Rezeptoren bindet und dabei in Konkurrenz zu Endorphinen tritt.Nach dem Dauerlauf ermittelten die Forscher eine signifikant verminderte Bindung von [18F]FDPN. Das spricht im Umkehrschluss für eine vermehrte Ausschüttung körpereigener Opioide beim Ausdauertraining."Interessanter Weise fanden wir Endorphinfreisetzungen vorwiegend in Bereichen des Frontallappens der Großhirnrinde und des limbischen Systems, beides Gehirnregionen, die eine Schlüsselrolle in der emotionalen Verarbeitung innehaben", erläutert Studienkoordinator Prof. Henning Boecker. "Darüber hinaus konnten wir signifikante Veränderungen des Hoch- und Glücksgefühls nach dem Ausdauerlauf feststellen."
Schmerzpatienten zum Ausdauertraining motivierenMitautor Prof. Thomas Tölle fügt hinzu: "Dass die Endorphine auch in Hirnregionen freigesetzt werden, die eine zentrale Bedeutung für die Schmerzunterdrückung besitzen, war nicht ganz unerwartet, aber auch dieser Nachweis stand aus. Jetzt bleibt zu hoffen, dass diese Bilder auch unsere Schmerzpatienten beeindrucken und im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Aufnahme von Ausdauertraining motivieren."Um die genauen Auswirkungen auf Depressionen und Angstzustände, aber auch auf mögliche Sucht fördernde Aspekte durch Langstreckenlaufen zu klären, sind jedoch weitere Studien nötig.



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